Mittwoch, Juli 06, 2005

Der innere Widerstand...

Heute habe ich mich widerwillig auf das Krafttraining eingelassen. Der Grund? Nordic Walking ist für mich ein cooler Sport. Endlich mal etwas, was Spass macht, eher locker ist und gleichzeitig sehr effektiv für Fitnessaufbau und Gewichtsreduktion.

Krafttraining am Berg ist da im Gegensatz etwa so, wie ich Sport als Kind erlebt habe. Anstrengend, quälend und wenn man es alleine macht auch recht langweilig. Dann habe ich darüber nachgedacht, warum ich eigentlich diese Widerstände habe.

Es ist einfach ein alter Glaubensatz, der sich - warum auch immer - in früher Kindheit bei mir eingeprägt hat. Und der beherrscht mich heute noch.

Dann kam mir der Gedanke, wie dankbar ich doch sein kann, diesen Sport ausüben zu können. Ich bin gesund, kann gehen und darf aktiv sein. Ich habe einige Freunde im Bekanntenkreis, bei denen das nicht mehr so ist.

Und das Ganze auch noch in so wundervoller landschaftlicher Lage. Ein echtes Glück. Und in der Regel zusammen mit Sandy - einer wunderbaren Partnerin. Ein noch grösseres Glück. Also was will ich eigentlich?

So habe ich mich innerlich irgendwie mit dem alten Glaubensatz versöhnt. Ich bin wieder dankbar. Und dabei zufrieden den Berg hochgetrabt. Schneller als je zuvor. Ein guter Tag.

...

2 Comments:

At 07 Juli, 2005 09:31, Blogger karlone said...

Als ich den letzten Halbmarathon gelaufen bin, stand eine Rollstuhlfahrerin am Wegrand und schaute den Läufern zu.

Unsere Blicke trafen sich und wir lächelten uns an.

Einen Moment lang stellte ich mir vor, wie ich mich fühlen würde, wenn ich im Rollstuhl sitzen würde und zusehen müsste. Und wie sehr ich es vermissen würde, mich so bewegen zu können.

Ich würde es vermissen, einen gesunden Körper zu haben, der tut, was ich von ihm will und mit dem ich so schöne Strecken laufen kann.

Es war ein sehr intensiver Moment und ich habe seit dem sehr oft beim Laufen an diesen Moment gedacht.

 
At 07 Juli, 2005 18:03, Blogger B2PB said...

Treffender kann man es wohl nicht kommentieren, was in mir vorging.

Danke Karl.

 

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